Faktor Versandkosten beim Onlinekauf immer wichtiger
Amerikanische eShop-Betreiber, die im vergangenen Jahr keine Versandkosten berechnet haben, schneiden bei einer Kundenzufriedenheitsbefragung besser ab als ihre Konkurrenten mit Versandkostenberechnung. Zu diesem Ergebnis gelangt ForeSee Results, durch eine Befragung zum Thema Kundenzufriedenheit von 9000 amerikanischen Nutzern, die Ihre Weihnachtseinkäufe Online tätigten. Dabei wurden die Probanden zu den Kategorien Markentreue, Wahrscheinlichkeit eines Wiederholungskaufs, Bereitschaft Empfehlungen abzugeben und deren Kundenzufriedenheit im Allgemeinen befragt. In allen Kategorien wurden die Online-Händler ohne Versandkostenberechnung durchschnittlich besser beurteilt als diejenigen mit Versandkosten.
Als häufigsten Grund um einen Einkauf vor Ort dem Onlinekauf vorzuziehen, nannten die Probanden die fehlende Option einen Artikel direkt mitzunehmen und vor dem Kauf anfassen zu können. Die Berechnung von Versandkosten ist der dritthäufigste genannte Grund, um von einem Onlinekauf abzusehen. Die Amerikaner registrieren zunehmend positive Effekte durch eine versandkostenfreie Lieferung. So konnten sich 68 % der Befragten noch an mindestens ein versandkostenfreies Angebot erinnern. Dieser Prozentsatz ist in den letzten 3 Jahren ständig gestiegen.
Jeder dritte Proband gab an, dass er sich für ein Angebot eines Multichannel Anbieters entschieden habe, weil keine Versandkosten angefallen sind. Jeder fünfte Befragte sagte aus, dass er die Wahl seines Online-Händlers sehr stark davon abhängig mache, ob Versandkosten anwesend sind oder nicht.
Aufgrund der Wirtschaftskrise haben viele amerikanische eShop-Betreiber keine Versandkosten in Rechnung gestellt, um dadurch mehr Onlinekäufe vor allem zu Weihnachten zu generieren. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde selbst ein „Free Shipping Day" gefeiert.
Quelle: http://twinklemagazine.nl, 21. Januar 2009

