Demographische Faktoren spielen eine Rolle bei der Internetnutzung der Deutschen
In Deutschland nimmt die Internet-Nutzung weiterhin zu. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Forschungsgruppe Wahlen für das vierte Quartal 2008 einen Anstieg der Internet-Nutzung um 3 Prozentpunkte feststellen. Dabei nutzen die Westdeutschen (67 Prozent) das Internet häufiger als die Ostdeutschen (61 Prozent). Ebenfalls ist ein unterschiedliches Nutzungsverhalten bei den Geschlechtern festzustellen: 73 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen benutzen das Internet. Allerdings holen die Frauen enorm auf; der Anteil der weiblichen Internet-Nutzer ist im Schnitt deutlich angestiegen.
Der höchste Anteil der Nutzer (drei von vier Nutzern) verwendet das Internet für Preisvergleiche, 63 % nutzen es für den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen. Mit 51 % Nutzungsanteil erfreut sich das Online-Banking großer Beliebtheit, gefolgt vom Abruf von Politiknachrichten (41 Prozent), sowie den Wirtschafts- und Börsennachrichten mit 37 Prozent. Darüber hinaus nutzten 36 Prozent der Anwender das Medium, um Versicherungen zu vergleichen bzw. Informationen einzuholen.
Beinahe 50 % der Nutzer surft zwischen drei und zehn Stunden pro Woche im Netz. Bisher sind 29 % der Deutschen weniger als zwei Stunden pro Woche Online. Der Anteil der intensiven Nutzer mit über zehn Stunden Netzzugang pro Woche liegt bei momentan 25 %.
Neben dem Geschlecht fließen weitere Faktoren, wie das Alter und das Bildungsniveau mit in das Internetverhalten des Users ein. Besonders junge Surfer (bis 39 Jahre) sind mit 90 % Nutzungsanteil sehr stark im Netz vertreten. Die etwas ältere Gruppe bis 49 Jahren nutzt das Internet in abgeschwächter Form, aber erreicht dennoch eine Quote von 82 Prozent. Auch die 50 bis 59 –jährigen sind mit einem 70-prozentigem Nutzungsanteil noch recht aktiv im Internet. Allerdings sind die über 60-jährigen mit einem Prozentanteil von 29 nur sehr schwach vertreten.
Außerdem konnte festgestellt werden, dass das Internet durch Nutzer mit hohem Bildungsstand wesentlich häufiger genutzt wird als durch Personen mit niedrigem Bildungsniveau. Rund 91 % der Deutschen mit Hochschulreife und 78 % der Personen mit Mittlerer Reife sind aktiv im Netz. Allerdings ist bei Hauptschulabsolventen mit abgeschlossener Berufsausbildung nur beinahe die Hälfte der Abgänger regelmäßig online, bei denen ohne Ausbildung nur 29 Prozent.
Quelle: http://www.ecin.de , 14. Januar 2009

